Aug 21, 2018

Rückschlag im Kampf gegen Polio




Der jüngste Polioausbruch in der Demokratischen Republik Kongo macht deutlich, mit welchen Hindernissen die Ausrottungsinitiative der WHO zu kämpfen hat. Lässt sich das Ziel, eine Welt ohne Polio, mit den verfügbaren Mitteln erreichen?



Das Ziel ist schon in Sicht, doch auf einmal streikt das Fahrzeug, mit dem man die Reise angetreten hat. Es ruckelt und zuckelt, und die Insassen sorgen sich, ob sie mit diesem Auto den Rest der Strecke überhaupt schaffen können. Möglicherweise fühlen sich die Verantwortlichen der Global Polio Eradication Initiative (GPEI) gerade so wie diese Autofahrer. Es ist zu befürchten, dass ihr Programm sich nicht eignet, um die letzten Meter bis zu einer poliofreien Welt tatsächlich zu schaffen.
Denn ganz heftig ins Stottern kommt die 1988 von der WHO ins Leben gerufene Kampagne gerade wegen eines ungewöhnlichen Polioausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo. Die Erkrankungswelle begann im Juni 2017 im Zentrum des Landes. Gut ein Jahr später sind bisher insgesamt 29 Kinder an den Lähmungen erkrankt, die für eine schwere Polioinfektion typisch sind. Besonders besorgniserregend ist ein Fall an der Grenze zu Uganda, also weit von der eigentlichen Ausbruchszone entfernt.
Die Sorge wächst, ob sich das Virus von der Demokratischen Republik Kongo aus weiter über den Kontinent ausbreiten wird. Im Kongo spiele sich der zurzeit beunruhigendste Polioausbruch ab, sagt Michel Zaffran, der die GPEI leitet. Dieser Ausbruch wird nicht durch Wildviren verursacht; die gibt es seit 18 Jahren im Kongo nicht mehr – und auch sonst auf der Welt nur noch in Afghanistan, Pakistan und Nigeria. Auslöser sind vielmehr Impfviren (die Experten nenne sie cVDPVs von »circulating vaccine-derived polio virus«), die durch eine Ansammlung von Mutationen wieder gefährlich wurden und dadurch schwere Infektionen auslösen können.

Ein lokaler Sonderfall?

Das Geschehen im Kongo zeige, wo die Probleme im Land lägen, sagt Christian Drosten vom Institut für Virologie an der Charité in Berlin. Es existierten dort Regionen, in denen durchgehend geimpft würde, in unmittelbarer Nähe zu Gebieten, in denen nicht geimpft würde. »Durch diese Bedingungen hat das Impfvirus die Möglichkeit, sich eigenartig zu entwickeln«, sagt Drosten.
Es ist eine paradoxe Situation. Seit die Impfkampagnen mit dem oralen Polioimpfstoff das Wildvirus quasi an den Rand der Ausrottung gedrängt haben, sind gerade aus diesem Impfstoff stammende veränderte Polioviren (die cVDPVs) die größte Bedrohung für die angestrebte Eliminierung des Krankheitserregers. Wie genau hat man sich das vorzustellen: Impfviren, die doch eigentlich Schutz bringen sollen, verkehren sich ins Gegenteil?
Als die WHO die GPEI vor 30 Jahren ins Leben rief, erkrankten weltweit jeden Tag 1000 Kinder an Polio. In einer unglaublich engagierten und konzentrierten Aktion (200 Länder, 20 Millionen Freiwillige, 3 Milliarden geimpfte Kinder, Investitionen von mehr als 11 Milliarden US-Dollar) gelang es, die Krankheit um 99 Prozent zurückzudrängen: von weltweit 350 000 in 125 Ländern damals auf 20 Fälle in zwei Ländern im Jahr 2017.
»Bei den Pocken hatte man eine perfekte Impfung, bei Polio ist man weit davon entfernt.«
Zu Beginn der WHO-Kampagne hatte man sich gegen den teuren, nicht so effektiven und von medizinischem Personal zu injizierenden Salk-Impfstoff, der 1955 vom amerikanischen Arzt Jonas Salk entwickelt wurde, entschieden. Diese Vakzine enthält abgetötete Viren und muss mehrmals gespritzt werden. Stattdessen setzte man auf die orale Poliovakzine (OPV), die abgeschwächte, lebende Polioviren enthält und nur einmal, als ein Tröpfchen Flüssigkeit, geschluckt werden muss. Die OPV kann wie der Salk-Impfstoff eine Erkrankung verhindern, aber zusätzlich auch eine Übertragung der Viren stoppen, weil sie einen Immunschutz nicht nur im Blut, sondern auch im Darm erzeugt.

Zweischneidiges Schwert

»Das Impfvirus vermehrt sich im Darm, geimpfte Kinder spielen im Dorf mit ungeimpften, das Lebendvirus kann sich ein kleines bisschen ausbreiten, aber genau das will man auch«, sagt Christian Drosten. In geringem Umfang kann man so eine Immunität auch bei nicht geimpften, aber mit dem abgeschwächten Impfvirus in Kontakt gekommenen Menschen auslösen. Die Erfolge bei der Eindämmung des Virus bis Mitte der 1990er Jahre hätte man mit dem Totimpfstoff (Salk) nicht hinbekommen, sagt Drosten.
Unter gewissen Umständen kann sich der Vorteil dieser Methode aber eben auch zum Nachteil wandeln. In Ländern mit schwachem Gesundheitssystem wie der Demokratischen Republik Kongo sind viele Kinder nicht geimpft. Das Impfvirus kann lange zirkulieren, Mutationen ansammeln und sich – sehr, sehr selten – in eine gefährliche und ausbreitungsfähige Variante zurückverwandeln.
Polioexperten warnen, dass Ausbrüche mit mutierten Impfviren, wie der aktuelle im Kongo, rasch gestoppt werden müssen. Gelingt das nicht, könne die Ausrottung um Jahre zurückgeworfen werden. Um die Maßnahmen, die die WHO jetzt ergriffen hat, besser zu verstehen, muss man einen kurzen Blick auf die Geschichte der Krankheitsausbrüche werfen, die durch Impfviren verursacht wurden.

Wie bekommt man den Ausbruch in den Griff?

Die ersten Erkrankungsfälle mit Impfviren wurden im Jahr 2000 auf der karibischen Insel Hispaniola beobachtet. Seither sind 24 solcher Ausbrüche in 21 Ländern mit insgesamt 760 Poliofällen aufgetreten. Unter anderem beginnend im März 2017 in Syrien, wo als Folge des Kriegs die Impfrate von 80 auf 40 Prozent sank. In der Mehrzahl der Fälle ist der Auslöser das veränderte Impfpoliovirus Typ 2, eines der drei Poliovarianten, die dem Menschen gefährlich werden und gegen die geimpft wird.
Polio-Impfung in Syrien
Polio-Impfung | Lokale Ausbrüche des Virus bekämpft die WHO durch gezielte Impfkampagnen, wie hier im Libanon.
Das Poliowildvirus Typ 2 tauchte dagegen 1999 zum letzten Mal auf und wurde daher von der WHO im Jahr 2015 für ausgerottet erklärt. Weil sich seit der Jahrtausendwende die Bedrohung durch die Typ-2-Impfviren immer deutlicher herausstellte, entschloss man sich zu einer Umstellung im April 2016. Alle 155 Staaten der Welt, die zu diesem Zeitpunkt noch eine OPV verwendeten, die sich gegen die drei Poliotypen richteten, stellten auf einen Impfstoff um, der den Typ 2 nicht mehr enthielt: Er konnte also nur noch einen Immunschutz gegen Typ 1 und 3 aufbauen. Da es das Typ-2-Wildvirus zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gab, eine logische Konsequenz.
Die Hoffnung war, dass sich durch das Herausnehmen der Typ-2-Viren aus der oralen Poliovakzine auch die Infektionen durch veränderte Typ-2-Impfviren gegen null bewegen würden. Für Ausbrüche, die dennoch auftreten, hält die WHO einen oralen Impfstoff bereit, der nur gegen das Typ-2-Virus wirksam ist. Seit 2016 ist dieser Impfstoff, quasi als Feuerlöscher, bei Ausbrüchen in zehn Ländern zum Einsatz gekommen – scheinbar mit Erfolg.
Jetzt im Kongo allerdings scheint die »Notfall«-OPV2-Impfung noch nicht recht gegriffen zu haben. Offenbar hat man wegen der mangelnden Infrastruktur bisher nicht genügend Kinder erreicht. »Es ist wie bei einem Waldbrand, den man nicht in den Griff bekommt«, sagt Olaf Müller vom Institut für Public Health am Universitätsklinikum Heidelberg. Seit der Jahrtausendwende hätte es zwei Dutzend solcher Epidemien gegeben, die jetzige im Kongo sei nur eine von vielen. Gelingt eine Kontrolle nicht, würde sich im schlimmsten Fall das Typ-2-Impfvirus quer durch Afrika verbreiten; dann wäre der Umstieg von der Dreifach- auf die Zweifachimpfung gescheitert, und man müsste das Typ-2-Virus wieder in die Schluckimpfung aufnehmen.

Deutschland ist gut geschützt

»Ein Virus wie das jetzt im Kongo würde sich in Deutschland nicht weiterverbreiten, unsere Bevölkerung hat durch die Impfungen (mit dem inaktivierten Polioimpfstoff, Anm. d. Red.) einen guten, belastbaren Schutz«, sagt Christian Drosten. Das hieße jedoch nicht, dass sich einzelne Personen in Ausbruchsregionen nicht auch anstecken könnten. »Hier in Berlin, Prenzlauer Berg, laufen 15-Jährige herum, die in ihrem Leben noch keine einzige Impfung bekommen haben; sie sind gesund, haben noch nie etwas Ernsthaftes gehabt, alles läuft super«, sagte der Virologe. Wenn diese jungen Menschen aber einmal eine Rucksackreise durch Afrika machten, könnten sie sich durchaus dort anstecken.
Die Ausrottung der Polio gestaltet sich also als schwierig, schwieriger als gedacht. »Die Tatsache, dass vom Impfstoff stammende Typ-2-Viren noch zwei Jahre nach ihrer Entfernung aus dem Impfstoff zirkulieren, deutet auf ernsthafte Probleme bei der Durchführung des Programms und der Qualitätskontrolle hin«, warnt David Salisbury vom Royal Institute of International Affairs in London. Wenn sich Impfviren weiter ausbreiten können, gelte dies auch für Wildviren, meint der britische Impfexperte.
Bei den ursprünglichen Planungen der GPEI hatte man mit mindestens zwei Hindernissen nicht gerechnet: mit dem Ausmaß der Probleme durch zirkulierende veränderte Impfviren und mit der Ablehnung der Impfung in manchen Bevölkerungsgruppen, die zum Teil religiös motiviert ist. In Nordnigeria beispielsweise würden falsche Gerüchte verbreitet, nach denen die Impfung Frauen unfruchtbar machen könne, erklärt Christian Drosten. Hinzu kommt eine gewisse Müdigkeit bei allen Beteiligten, den Teams, Geldgebern, Menschen vor Ort. Und es wächst der Zweifel, ob das Virus mit den gewählten Mitteln überhaupt ein für alle Mal in die Knie zu zwingen ist. »Es erscheint uns nicht realistisch, dass eine Ausrottung der Polio gelingt«, sagt Olaf Müller, dessen Team in Heidelberg sich mit der Bekämpfung von Krankheiten in benachteiligten Bevölkerungsgruppen beschäftigt.
»Es ist wie bei einem Waldbrand, den man nicht in den Griff bekommt«
Nachdem die Pocken im Jahr 1979 erfolgreich eliminiert waren, hätte man sich in der euphorischen Stimmung schlichtweg die falsche Krankheit ausgesucht. Polio könne man nicht mit den Pocken vergleichen, sagt Müller. »Bei den Pocken hatte man eine perfekte Impfung, bei Polio ist man weit davon entfernt.« Wer sich mit den Pocken ansteckt, wird krank, und jede Ansteckung wird dann auch deutlich sichtbar. Nicht so bei der Polio: 90 Prozent der Menschen bekämen im Fall einer Ansteckung keine, acht bis neun Prozent nur unspezifische Symptome, und weniger als ein Prozent erlitten die typischen Lähmungserscheinungen, erklärt Müller.

Wie geht es weiter

»Wir brauchen jetzt eine vernünftige Exitstrategie«, sagt der Heidelberger Mediziner. Die internationale Gemeinschaft müsse sich fragen: Wollen wir zukünftig in vertikale Strategien (wie GEPEI) investieren oder in horizontale Ansätze, die darauf abzielen, Gesundheitssysteme in den ärmeren Ländern an sich zu verbessern. Damit könnten Kinder flächendeckend versorgt und vor den wesentlichen Infektionskrankheiten geschützt werden. Christian Drosten kann sich dieser Kritik nicht anschließen. Wer das Ausrottungsprogramm der WHO kritisiere, sehe nur eine Ecke des Problems. Das Polioprogramm hätte in Afrika viel Gutes bewirkt, ohne dieses würde die Laborinfrastruktur nicht existieren. »Mitarbeiter müssen ausgebildet werden, und wer Polio kennt, kann auch etwas anderes – das kommt den Menschen zugute«, so Drosten.
Die letzten Meter der Polioausrottung scheinen die schwierigsten zu werden, der Kraftaufwand mindestens so groß wie für den bereits zurückgelegten Weg. Womöglich hätte man es leichter haben können, wenn man auf den Rat der amerikanischen und russischen Forscher gehört hätte, die im Jahr 2005 in einem Brief in der Fachzeitschrift »Nature« auf die Dringlichkeit der Entwicklung eines neuen effektiven, kostengünstigen Polioimpfstoff aus abgetöteten Erregern hingewiesen hatten.
Bisher ist der Plan, auf den inaktivierten Salk-Impfstoff umzustellen, wenn das Wildvirus über einen längeren Zeitraum nicht mehr aufgetreten ist. Das ist in vielen Ländern bereits geschehen, in Europa bereits vor 20 Jahren. Wenn die Gabe der oralen Poliovakzine eingestellt wird, muss die Bevölkerung noch eine lange Zeit danach mit Hilfe des (teuren) inaktivierten Polioimpfstoffs vor möglicherweise zirkulierenden Impfviren geschützt werden.
Der bisher verfügbare Totimpfstoff ist nicht nur teuer und muss mehrfach geimpft werden, er wird zurzeit auch noch aus Wildviren hergestellt. Ein Vorfall in einem niederländischen Pharmaunternehmen im April 2017 macht die Dringlichkeit für neue Poliovakzinen auch an anderer Stelle deutlich. Virushaltiges Material war aus Versehen verschüttet worden, zwei Mitarbeiter hatten sich angesteckt. Einer davon schied fast einen Monat lang ein Virus aus, das es auf der Welt sonst nicht mehr gibt: Poliowildviren des Typs 2.
Demnächst werden laut Sabine Diedrich und Kathrin Leeren vom Robert Koch-Institut in Berlin zumindest inaktivierte Impfstoffe zur Verfügung stehen, die aus den abgetöteten, abgeschwächten Viren der oralen Poliovakzine bestehen. Damit ist die Gefahr einer unabsichtlichen Freisetzung von Wildviren bei der Impfstoffherstellung zwar gebannt. Die Probleme bei der Bewältigung der letzten Meter auf dem Weg in eine poliofreie Welt werden diese Impfstoffe wohl aber auch nicht lösen.


Aug 16, 2018

My Polio Story Is An Inconvenient Truth To Those Who Refuse Vaccines






In 1949, the year I was hit by the poliovirus, 42,000 cases of polio were reported in the United States and 2,720 people died, most of them children.

I was diagnosed with paralytic poliomyelitis, which is experienced in less than 1 percent of poliovirus infections. Not only did it immobilize me completely from the neck down, it also attacked my lungs. It was August, a popular month for polio, and I was six years old.
A few weeks before, my parents, younger sister and I had moved from the outskirts of New York City to Rowayton, Connecticut, which back then was a small town of 1,200 people. My father had gotten a job as associate editor at Collier’s Magazine and my mother was a homemaker, and our new two-story house with its big yard was in sharp contrast to the tiny apartment we had come from.

The poliovirus attacks very quickly.

I was playing with other children at a lawn party and developed such a terrible headache we had to go home. When I woke up the next morning, my legs were so weak I couldn’t stand on them and I could barely lift my arms. It took all day for the doctor to visit the house and examine me, and that night I was taken to the Englewood Hospital in Bridgeport and put in an iron lung.

My mother told me years later that the prognosis was very poor and I was expected to die within hours.

This photo was taken at a garden party, just one month before I contracted polio.
JUDITH BEATTY
This photo was taken at a garden party, just one month before I contracted polio.
One of the children I was playing with at the party was John Leavitt, who many years later went to work in the field of biotechnology at the Bureau of Biologics of the FDA. Part of his work involved growing live poliovirus, and it was necessary to be tested for polio antibody titre. All those years later, he learned that he must have had the natural polio infection based on the results.
Now, looking back, we realize that while I went home and ended up in an iron lung, John ended up with a flu-like disease with no paralysis. To this day, no one knows why the vast majority of people attacked by the virus recovered with no residual effect and so many others went on to spend the rest of their lives in wheelchairs.

After I was taken to the hospital, the health department put a yellow quarantine sign on the front of our house and at the end of our driveway.

My mother said that when she and Dad would go to the beach in town, people would grab their blankets and umbrellas and move. At the grocery store, my mother said she could hear people whispering and staring. No one wanted to be near my family.
Everybody knew of somebody who had died from polio or was crippled by it, and 1949 turned out to be a record year. At its peak in the 1940s and 1950s, polio would paralyze or kill 500,000 people worldwide every year. And there was no vaccine for it, so there was no defense against this invisible, raging monster that struck indiscriminately.

I have no memory of being in the iron lung.

People came to visit me, but I don’t remember any of that. I don’t know how long I was in it, either, but I remember waking up in a bed and looking over and seeing this enormous gray metal cylinder with windows along the sides and wondering what it was. I thought maybe there were tiny people living inside.

During those first few weeks, there were 200 children in my hospital ward with more arriving every day.

Some of the children were toddlers or babies in diapers, paralyzed and crying, and their family members were not allowed near them. There was a lot of commotion and noise. I just lay there, day after day, listening to it.
There was chicken wire nailed to the door of my room and it had to be unhooked for someone to come in. I remember my parents coming to visit and leaning over the wire to wave at me, and throwing small gifts that they hoped would land on my bed. They were not permitted to approach me.

There were not enough nurses.

I got very little attention, and when I did, I wasn’t treated very well and my wants and needs were not readily met. I think the nurses must have been going crazy.   I remember spilling a bowl of cereal on myself, lying in the wet mess for hours and then being shouted at and shamed by someone very frustrated and upset. I was just getting my strength back, but I was extremely weak and really couldn’t do much. I was given books to read, and with the limited knowledge I had of the alphabet, I taught myself to read and had reached fourth grade reading level when I finally went home. The first book I ever read was The Sleepy Kitten.
Vaccine preventable diseases continue to kill millions of people every year around the world. ... Yes, I am immune to polio, but the damage it did was hardly worth it.
There was a wringer-washer at the other end of my room next to a big porcelain sink. Twice a day, a nurse would fill the washer tub with steaming hot water and then run cut-up old army blankets through the mangle and wrap them around my arms, legs and midriff. They called them hot packs, and they were painfully uncomfortable. The smell of wet wool is with me to this day and brings up deep emotions. This treatment, which included whirlpool baths, was a clinical method developed and promoted by Australian nurse Sister Elizabeth Kenny, and I believe it saved me from a lifetime of total paralysis.

After a few weeks, both of my arms and my right leg recovered but my left leg did not.

The nurses then told me I would be transferred to another floor in the hospital and that all of my books and toys would have to be incinerated or given to other infected children. I left everything behind when I left that room several weeks later. 
This photo was taken on my 7th birthday in October, 1949.  I was home on a two-day “furlough” from the
JUDITH BEATTY
This photo was taken on my 7th birthday in October, 1949.  I was home on a two-day “furlough” from the hospital.
My new room downstairs had three other children in it.  One of them was a young teenager named Lois, and we got to be friends even though she was much older than me. I thought she was very sophisticated. The nurses on this floor were equally overworked and frustrated. None of us could walk, so we were at their mercy and sometimes had to fend for ourselves. This included passing a bedpan around until it was full because we couldn’t get anyone to give us a clean one, and sharing food.
At this stage of my illness, I was allowed to go home on two-day “furloughs” for my birthday and Christmas. When I went home for my seventh birthday in late October, my parents had invited some children my age to help entertain me. It was still warm outside and I lay on a lounge chair and watched the children play tag. The next day, it was back to the hospital for another two months until Christmas.

I was finally discharged in mid January 1950, five months after my diagnosis, and was fitted for a steel and leather leg brace that extended from my ankle up to my hip. I used wooden crutches.

As soon as I was home from the hospital I was sent off to the first grade, which I was utterly unprepared for emotionally, physically, socially and psychologically.  I’d already missed the first six months of school, so started off way behind. I had extreme anxiety that would boil over when my mother left my sight because I thought she would never come back. 
I had a wretched time focusing on anything. I had no idea about asking to go to the restroom and peed in my pants. I didn’t know how to make friends, and clumping around with a heavy steel leg brace and crutches certainly meant I couldn’t play any sports. I used to stand on the playground and watch the other kids jump rope and play hide and seek. I fell dozens of times because I wasn’t coordinated or because the lock on the hinge of my brace would fail. Once, I broke my wrist. I also would sprain my ankle. My right knee, the “good knee,” was a bloody mess sometimes. 
I coped by developing a rich fantasy world. Sometimes, it caused problems. One time in class, we were given crayons and a picture of a tree to color. I colored the leaves brown and the trunk green, which looked perfectly okay to me but made the teacher mad. I don’t think I learned anything that school year, and in the second grade I had a tutor instead of going to school.
Here I am pictured with my sister Janis in Roxbury, CT when I was just 9 years old.
JUDITH BEATTY
Here I am pictured with my sister Janis in Roxbury, CT when I was just 9 years old.

In the following year, I had my first major surgery, which was at Stamford Hospital in Connecticut.

My ankle was fused to keep my foot stable, and I spent about a month in the hospital. Two years after that, I spent three weeks in Boston Children’s Hospital after they removed the growth platelets from my “good” leg to minimize the difference in leg lengths. 
By that time, I had severe scoliosis and had been wearing a back brace. Because the back brace was so heavy and bulky, my dresses had to be specially made. I was fitted for my first bra while in the hospital. My mother brought it to me and I tried it on with the sheet pulled over my head for privacy. I also got my first kiss in the hospital, from another patient. It’s amusing to me, oddly enough, that I experienced these rites of passage while hospitalized.

That was the year of the first clinical trial of the Salk vaccine, which was pronounced successful.

I read about it in the newspaper. People stood in line for hours waiting for the shot when it became available in 1955. I didn’t have the vaccine because I was immune. In the years that followed, there were so few polio cases that people only heard about the rare ones that would crop up somewhere in another state, and those stories were so unusual they’d be in the newspaper.

About four years ago, my story was published online and then shared by people on Facebook.

I became active in advocating for the importance of vaccines and, for the first time, learned that there were people out there who opposed vaccinations of any kind.
The lack of compassion expressed by these people is startling. I’ve never interacted with a vaccine refuser who cared one way or the other about my life as a polio survivor.
I’ve been hearing from them ever since. Either they declare that I never really had polio, or else they insist that polio is still around and has new names because the vaccine was ineffective and that this is part of a cover-up by “big pharma.” Other people, in an effort to shut me up, angrily point out that they know someone who was permanently paralyzed by the polio vaccine or injured by it in some unspecified way, as though that should be a reason for getting rid of the vaccine altogether. Now, these same people are claiming that it was DDT that created the polio epidemics, even though there is evidence that polio existed in ancient Egypt and that more recent epidemics preceded the introduction of DDT.
The lack of compassion expressed by these people is startling. I’ve never interacted with a vaccine refuser who cared one way or the other about my life as a polio survivor. They don’t want to hear about it because I’m an inconvenient truth, just like all the other polio survivors I know. On Facebook, I’m lectured and attacked by arrogant people who claim they know a lot more than I do about polio.
JUDITH BEATTY

Vaccine preventable diseases like measles, chickenpox and whooping cough are experiencing resurgence all over the U.S. 

People who oppose vaccines, who themselves were very likely vaccinated as children but do not extend the same privilege to their own offspring, insist that all disease is caused solely by bad water and poor sanitation. In fact, they will insist there wouldn’t be any disease at all if everyone ate organic food and washed their hands more often, and that polio attacks people in Africa because Africa is unsanitary. Actually, Africa has been polio free for more than a year, thanks to an intense immunization campaign.
I live less than three hours from Colorado, which has the lowest vaccination rate in the country, and in some areas of the state, the immunization rate is lower than in Sub-Saharan Africa. This means that someone flying in from Pakistan or Afghanistan, the only two countries left where polio is still paralyzing and killing people, could theoretically infect children in Colorado were it not for herd immunity. According to the World Health Organization, failure to eradicate polio from these last remaining strongholds could result in as many as 200,000 new cases every year, within 10 years, all over the world.
Recently, someone pointed out to me that natural immunity is preferable to any vaccine at all based on a false belief that disease strengthens the immune system. 
Vaccine preventable diseases continue to kill millions of people every year around the world. And just speaking personally, yes, I am immune to polio, but the damage it did was hardly worth it.
This post originally appeared on Shot of Prevention.
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Every Child By Two (ECBT), founded in 1991 by former First Lady Rosalynn Carter and Former First Lady of Arkansas Betty Bumpers, is a national nonprofit organization committed to reducing the burden of vaccine-preventable diseases in children, adolescents and adults. ECBT hosts the Vaccine Your Family website, the Vaccinate Your Family Facebook Page, the Shot of Prevention blog and the @EveryChildBy2 and @ShotofPrev Twitter feeds.


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12 Vaccines For Your Child

Post Polio Litaff, Association A.C _APPLAC Mexico

Custom-trained service dog 'has given me freedom,' says polio survivor






Golden retriever cross 'gives me a reason to live,' says Winnipegger living with post-polio syndrome


Marilyn McWilliams says her service dog, Kerry, gets her up, moving and out of the house. (CBC/John Einerson)
A Winnipeg woman's post-polio syndrome robbed her of her strength, her independence and her mobility, but a service dog named Kerry — one of the first in Canada to help polio survivors — is giving some of it back to her.
"She's given me freedom. She expands my life by getting me out," said Marilyn McWilliams, 76. "She walks right beside me and I know she can help me if I'm in trouble."
Service dogs are increasingly relied on to provide support for people living with a myriad of ailments. Right now, there are hundreds across Canada helping people live with autism, post-traumatic stress disorder, visual impairments and mobility challenges.
Kerry is one of just a handful of dogs trained as a companion for those living with post-polio syndrome, and the third dog trained for McWilliams.
"She gives me a reason to live," McWilliams said quietly.

Contracted polio in 1947

McWilliams was just six when she and her younger brother contracted polio in 1947 at her family home in Winnipeg.
In the first half of the 20th century, Canada — like the rest of the world — faced epidemic after epidemic. Manitoba itself had six polio epidemics, among the worst in the country.
The 1947 outbreak was one of them.
Today, the virus has been all but eradicated — just 18 cases have been reported so far this year, according to the Rotary Club International, which tracks and finances vaccination programs.
"We're almost there, but we can't stop immunizing until all the cases are gone," said Dr. Greg Hammond, a Winnipeg infectious disease specialist and Rotary Club member. "Vaccines work if they're used, but if they're not used, they won't work. [Polio] could spread again and it could spread to become where it was in the past."
Kerry stands steady while Marilyn hoists herself up after a fall. (CBC/John Einerson)
That past, McWilliams says, wasn't pretty.
"It was just chaotic in the Children's Hospital, just chaotic," during the 1947 outbreak, she recalled. "The triage area was packed to the rafters and kids screaming and parents crying — all of us suspected of having polio."
Eight months later, McWilliams was released from hospital, but the damage was done. She couldn't walk and her arms were weak. Desperate for answers to help his daughter, her father carried her to a ballet studio and explained to the instructor that she'd once loved to dance but now could not even walk.
That instructor was the as-yet-unknown Arnold Spohr, who went on to become the artistic director of the Royal Winnipeg Ballet.
"He was this wonderful-looking man and he took me out of my dad's arms and he said, 'Marilyn, not only will you walk again, you will dance,'" McWilliams said.
And she did.

'She's going to stand by me'

But decades later — like roughly 60 per cent of all polio survivors — McWilliams developed the debilitating effects of post-polio syndrome. First came the fatigue, then came the weakness and finally the immobility. She lost the use of her right arm. She could no longer stand without help. She could no longer work as a clinical dietician.
"When I lost the use of my right hand, I had to do my chart notes with my left hand," McWilliams said. "That didn't go over too well."
It was then that she realized her world was about to shrink. She'd had one too many falls, she'd overexerted herself once too many times. She was fearful, she said, of becoming a shut-in.
CBC News Manitoba
Service dog helps polio survivor
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A Winnipeg woman's post-polio syndrome robbed her of her strength, her independence and her mobility, but a service dog named Kerry — one of the first in Canada to help polio survivors — is giving some of it back to her. 1:49
That all changed nine years ago, when she adopted a six-month old rescue pup. Part golden retriever and part border collie, Kerry soon became McWilliams's partner in living.
She taught Kerry to help her stand, help her sit, pick up dropped items and even fetch clothes from the drawer (she trained Kerry by wrapping a towel soaked in chicken broth around the drawer handles).
"Everybody at Safeway knows her. I walk in and it's 'Hi Kerry!,'" McWilliams said, adding the dog retrieves items from the lower store shelves for her.
She is a support when McWilliams falls. She is steady when McWilliams leans on her. 
In McWilliams's mind, Kerry has liberated her.
"I go out, I meet people, they meet my dog," McWilliams said. "She loves me and she's going to stand by me."
Marilyn McWilliams makes certain Kerry gets plenty of 'play time' and love. (CBC/John Einerson)

ABOUT THE AUTHOR

Donna Carreiro
CBC Radio Current Affairs Producer
Donna Carreiro is an award winning producer and journalist, for more than two decades here in Winnipeg. Prior to that, she was a print journalist for a daily newspaper and local magazines. She is drawn to stories that give a voice to those who need one. 

Polio Film

http://www.pbs.org/wgbh/americanexperience/films/polio/

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México Post Polio Una Vida Un Camino Una Experiencia
http://postpoliosinmex.blogspot.com/

Post Polio LITAFF A.C.

www.postpoliolitaff.org/
Postpoliolitaff.- Asociación Post Polio Litaff A.C Primera Organización oficial sobre Síndrome de Post Poliomielitis En México.


Polio y Efectos Secundarios SPP
http://polioyspp.blogspot.com/
- See more at: http://polioamigossinfronteras.blogspot.mx/#sthash.6PkHAkfM.dpuf

APPLAC

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March Of Dimes Polio History

Erradicación de La poliomielitis

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